Wenn von der Staatskapelle Dresden die Rede ist, sind gleich mehrere Superlative fällig. 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, gehört sie zu den ältesten und traditionsreichsten Orchestern der Welt - und ist wohl das einzige, das über viereinhalb Jahrhunderte hinweg kontinuierlich Bestand hatte.
Ebenfalls als das einzige Orchester weltweit wurde die Staatskapelle Dresden im April 2007 in Brüssel mit dem "Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes" ausgezeichnet. Im Dezember 2008 schließlich wählte das britische Fachmagazin "Gramophone" sie in die Top Ten der weltweit führenden Orchester.
461 Jahre Staatskapelle Dresden - über die unterschiedlichen Epochen hinweg zählte das Orchester aus der sächsischen Kulturmetropole stets zu den führenden Klangkörpern. Seine Geschichte wurde geprägt durch bedeutende Dirigenten und Komponisten. Richard Wagner, einst Leiter der Staatskapelle, nannte sie seine "Wunderharfe". Von Richard Strauss wurden neun Opern - darunter "Salome", "Elektra" und "Der Rosenka-valier" - in Dresden uraufgeführt, seine "Alpensinfonie" ist der Staatskapelle gewidmet. Auch viele andere berühmte Komponisten widmeten ihr Werke oder schrieben Stücke, die von ihr uraufgeführt wurden, so etwa Vivaldi, Schumann, Wagner, Liszt, Hindemith, Weill und in jüngerer Zeit Zimmermann, Ruzicka und Rihm.
Umfangreiche Konzertreisen führen die Staatskapelle regelmäßig in die Musikmetropolen Europas, Asiens und der USA. Zahlreiche, zum Teil legendäre Aufnahmen mit Weltstars wie Hélène Grimaud, Lang Lang, Anna Netrebko, Rolando Villazón und Thomas Quasthoff zeugen vom hohen Rang der Staatskapelle als Opern- und Konzertorchester.
Bei der Verleihung des ECHO Klassik 2009 fungiert sie unter der Leitung von Fabio Luisi nicht nur als musizierender Gastgeber, sie gehört auch zu den Preisträgern: Für die Einspielung der 9. Sinfonie von Anton Bruckner wird sie als "Orchester des Jahres" geehrt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde die CD "Gods, Kings & Demons", auf der der Bassist René Pape gemeinsam mit der Staatskapelle unter der Leitung von Sebastian Weigle zu hören ist. Mit dem Sonderpreis "Historische Edition" wurde schließlich die "Fritz-Busch-Box", die sämtliche Dresdner Aufnahmen der Staatskapelle aus den 20er und 30er Jahren unter der Leitung ihres damaligen Generalmusikdirektors enthält, ausgezeichnet.
Peter Tschaikowsky
Polonaise aus Eugen Onegin
Richard Wagner
Vorspiel zum 3. Akt aus Lohengrin
Carl Maria von Weber
Ouvertüre aus Oberon